Die Sarolta-Kapelle – ein Hessisches Kulturdenkmal

Sehr gerne fahre ich gegen Abend eine Runde, so zwischen 20 und 30 km, mit dem Rad. So auch gestern Abend. Von Ueberau ging‘s an der Gersprenz entlang nach Groß-Bieberau nach Wersau, dann über Bierbach nach Fränkisch-Crumbach.

In der Ortsmitte von Fränkisch-Crumbach errichtete Philipp von Rodenstein zwischen 1572 und 1574 ein Herrenhaus mit angrenzendem Park, das Ende des 18. Jahrhunderts in die Hände des Geschlechts der Herren von Gemmingen-Hornberg überging, die den Adelssitz bis heute bewohnt. Zusammen mit der Kirche sowie der nahen Kellerei, in der heute das Heimatmuseum untergebracht ist, bildet das Herrenhaus eine architektonische Einheit im Ortskern von Fränkisch-Crumbach.

Sarolta Kapelle Fränkisch-Crumbach

Die Sarolta-Kapelle im Schlosspark wurde als Mausoleum im byzantinischen Stil mit neuromanischen Elementen errichtet.

Im Schlosspark ist die Sarolta-Kapelle, die 1892 von Adolph von Gemmingen für seine verstorbene Frau Sarolta erbaut wurde, die im Untergeschoss beigesetzt ist. Bis Mitte der 1960er Jahre fanden in der Kapelle Gottesdienste, Taufen und Hochzeiten statt. Nach dem Bau der katholischen Kirche geriet die Kapelle in Vergessenheit. Der Verein „Crumbacher Denk-Mal“, der im Jahr 2000 gegründet wurde, weckte die Kapelle aus ihrem Dornröschenschlaf. Mit Hilfe vieler ehrenamtlicher Helfer wurde die Kapelle restauriert. Heute finden in der Kapelle wieder Hochzeiten und Taufen statt.

https://www.fraenkisch-crumbach.de/fuer-gaeste/ausflugsziele/saroltakapelle

Nachdem ich beim Fotografieren sehr viel Zeit vertrödeld hatte, wurde es Zeit für die Heimfahrt. An der Stegmühle, am Ortsausgang von Fränkisch-Crumbach, links ab, der Gesprenz folgend, nach Wersau, Groß-Bieberau wieder nach Ueberau.

Blick in den Bauerngarten der Stegmühle

 

Gänse, Ruthsenmühle Groß-Bieberau

Auch die Gänse genießen die Abendsonne an der Ruthsenmühle in Groß-Bieberau