Ein herzliches Guure Minanner!

Beinoh hedde mer woas vegässe. In diesem Jahr jährte sich zum 500 Mal der Wormser Reichstag 1521. Ein kurze Erklärung gefällig? Bitteschön. Im Januar 1521 verhängte Papst Leo X. den Kirchenbann über Luther. Normalerweise folgte darauf „stante pede“ die Reichsacht. Aber die Reichsfürsten und Stände setzten bei Kaiser Karl V. ein Verhör Luthers auf dem Wormser Reichstag durch. Karl sicherte freies Gleit zu. Auf einem vom Wittenberger Rat zur Verfügung gestellten zweirädrigen Wagen und drei Pferden begab sich Luther am 2. April auf die Reise nach Worms. Am Dienstagvormittag des 16. April zog Luther dann von Norden kommend durch die Martinpforte in Worms ein. Doch was geschah während der Reise von Wittenberg nach Worms? Hierzu hat sich Siegfried Lippert seine eigenen Gedanken gemacht und sie zu Papier gebracht. Der Titel der Kleinen Lektüre lautet:

„Martin Luther in Ueberau?“

… Man schreibt das Jahr 1521, als am 14. April, um die Mittagszeit, ein von Pferden gezogener Reisewagen holpernd über den Knüppeldamm der Gersprenz von Reinheim nach Ueberau fuhr …

Ich höre es schon, „Jetzt sinn se gonz dorschgedreht, die Iwweroer“. Doch nicht zu voreilig urteilen, erst einmal lesen. Wer jetzt neugierig geworden ist, kann die kleine Lektüre zur Reise Martin Luthers beim Autor Siegfried Lippert in Reinheim, Jahnstraße 14, oder im Gasthaus „Zum Hofhaus“ sowie im „Hundertmorgen-Stübchen“ in Ueberau erwerben.

Gert Bock, Interessengemeinschaft Ueberauer Heimatgeschichte