Über mich

Peter Dotterweich, Steffie Stuckert (Bücherschrank-Frauen Ueberau) und Willi Schissler (Odenwald-Krimiautor aus Nieder-Klingen) bei der Lesung am Bücherschrank in Ueberau am 26. Juni 2019.

Peter Dotterweich, Steffie Stuckert (Bücherschrank-Frauen Ueberau) und Willi Schissler (Odenwald-Krimiautor aus Nieder-Klingen) bei der Lesung am Bücherschrank in Ueberau am 26. Juni 2019.

Peter Dotterweich – Im Odenwald
bin ich zu Hause

Links im Bild das bin ich. Da ich meistens selbst fotografiere, habe ich kein Bild von mir und ein „Selfie“ von mir, das will ich niemand zumuten. Ich sehe vielleicht nicht aus wie ein waschechter Odenwälder, bin aber einer. Das hört man spätestens dann, wenn ich den Mund aufmache, denn meine Muttersprache ist die hiesige Mundart.

Ich habe den Odenwald eigentlich nie verlassen. In jungen Jahren war ich oft auf Reisen. War aber immer froh, wenn ich zurückkam und aus der Ferne schon „de Hering“, die Veste Otzberg, gesehen habe. Da wusste ich, ich bin „wirrer dehoam“. Und so ist das bis heute geblieben.

Mit dieser Website betrete ich Neuland und Schuld daran ist „Corona“. Auf einmal hatte ich mehr Zeit. Da kam ich ins Grübeln. Wie kann ich diese Zeit nutzen? Ich muss mir eine Beschäftigung suchen, die mir liegt und Spaß macht, das war meine Überlegung.

Der Odenwald liegt mir wirklich am Herzen. Hier habe ich meine Lieblingsplätze, mache Wanderungen, Radtouren und kenne den Odenwald und meine Odenwälderinnen und Odenwälder schon seit Jahrzehnten. Hier saß ich als Junge mit „großen Ohren“ und lauschte, wenn die Alten ihre Geschichten, meistens frei erfunden und maßlos übertrieben, erzählten. Auch die Lieder aus dieser Zeit klingen mir noch in den Ohren. Doch ich will nicht nur in Erinnerungen schwelgen und nur von der guten alten Zeit reden, denn die gab es nicht.

Die Zeiten haben sich geändert, auch hier bei uns im Odenwald. „Immer weiter, immer schneller, immer höher“ das wurde durch „Corona“ abrupt beendet. Jetzt ist es an der Zeit sich zu besinnen, auf sich und auf andere zu achten und mit der Natur und Umwelt sorgsam und pfleglich umzugehen.
Ich mache das hier „hobbymäßig“ ohne jegliche finanziellen Interessen. Alle Themen hier sind von mir subjektiv ausgewählt, unvollständig und werden, hoffentlich, laufend von mir ergänzt.

 

„Isch schwätz wie mer de Schnawwel gewoachse is“

Es ist schwierig, zumindest für mich, wenn man über sich selbst etwas schreiben soll. Deshalb greife ich auf einen Artikel zurück, der in der Dezember-Ausgabe 2018 in „MittenDrin“, Zeitung der SPD Reinheim, erschienen ist. Hier einige Auszüge:

Peter Dotterweich, besser bekannt als Pitt, ist ein leidenschaftlicher Mundartredner. Er schwätzt nicht nur in Mundart, sondern singt und schreibt auch in Mundart. Aufgewachsen ist der 69-jährige in Lengfeld. Schon früh hat er sich für Musik und Sprache begeistert. Der Liebe wegen ist er Anfang der 1980er Jahre nach Ueberau gezogen.
Jahrgang 1950, geboren und aufgewachsen in Lengfeld. Schon seit frühester Jugend heimatgeschichtlich interessiert. Besonderes Interesse an Mundartliedern aus dem Odenwald und der Region. Lange Jahre als „Schnullkappe-Duo“ zusammen mit Walter Fetsch auf der Bühne. Zunächst bei Fastnachtssitzungen, dann zusammen mit Gerd J. Grein und anderen Musikern mit eigenen Mundart-Programmen. Zwischen 1998 und 2005 wurden drei CD’s in Mundart und „handgemachter Musik“ aufgenommen. Darüber hinaus Veröffentlichung von Beiträgen zur Heimatgeschichte in verschiedenen Festschriften und in der Reihe „Ueberauer Geschichte(n)“.

undart ist seine große Passion und eine echte Herzensangelegenheit. Denn ihm ist es wichtig, die Mundart zu erhalten und sie an die jüngeren Generationen, die oftmals keine Mundart mehr sprechen, weiterzugeben. Neben den Büchern mit Geschichten, Liedern und Gedichten tritt Peter Dotterweich auch auf. Er ist nicht nur in Reinheim, sondern im gesamten Landkreis Darmstadt-Dieburg, im Odenwaldkreis und im Kreis Bergstraße auf der Bühne zu sehen. Außer auf den Hessentagen in Bensheim und Rüsselsheim ist er auch auf dem Darmstädter Heinerfest im Schlossgraben schon aufgetreten.
Pitt ist ein gern gesehener Gast bei Seniorennachmittagen und Mundartabenden. Darüber hinaus moderiert er seit 2016 den Seniorennachmittag der Stadt Reinheim in Ueberau. Dort moderiert er nicht nur, sondern tritt auch selbst auf und gibt seine Gedichte, Geschichten und Lieder zum Besten. Mundart ist Heimat, Mundart ist Identität und Mundart ist ein Lebensgefühl. Peter Dotterweich versteht es mit seinen Liedern, Gedichten und Anekdoten andere für die Mundart zu begeistern und es gibt kaum jemanden, der wie er, einen enormen Wortschatz hat und heraus hören kann, woher die Menschen kommen, die Mundart sprechen. …
Peter Dotterweich hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Mundart zu bewahren und Vergangenes in seinen Büchern sichtbar zu machen. Mit seinen Büchern trägt er dazu bei, die Geschichte des Odenwalds festzuhalten. Damit leistet er einen wichtigen kulturgesellschaftlichen Beitrag und er zeigt, dass wir in einer liebenswerten Region leben, die nach wie vor viel zu bieten hat. Neben all seinem Engagement ist ihm seine Familie sehr wichtig, mit der er viel Zeit verbringt. …

 

Berhold Uhl, Werner Ewald und Pitt Dotterweich bei einem Auftritt im Kreishaus in Kranichstein.

Berhold Uhl, Werner Ewald und Pitt Dotterweich bei einem Auftritt im Kreishaus in Kranichstein.